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Weinprobe mit Thomas

Im gemütlich dekorierten Keller unter der Raiffeisenbank fand wieder eine Weinprobe mit Thomas statt.
Inzwischen sind die wenigen Plätze heiß begehrt, somit war die Veranstaltung im Nu „ausverkauft“.
Thomas Mayer stellt wiederholt Weine aus dem Anbaugebiet Rheinhessen vor und hat außerdem weitere Besonderheiten „im Gepäck“.
Dieses Mal waren es Tropfen aus dem kleinsten Weinanbaugebiet Deutschlands: nämlich unweit von Regensburg an der Donau mit seinem Baierwein.

Dazu lieferte Mayer Interessantes über die Geschichte dieses Weines. Von erstmaliger Erwähnung 1271, seiner Hochzeit im Mittelalter, seinem schlechten Ruf, der mit der stetig zunehmenden Kälte  ab 1600 einherging. 1750 schrieb Wiguläus v. Kreittmayr, ein Jurist und Staatsmann: „ Oh glückliches Land, wo der Essig von selber wächst, welcher anderswo mit großer Mühe bereitet werden muss“.
Dass dem heute nicht mehr so ist, verdanken wir den Bemühungen einiger weniger Winzer, die ab Mitte des 20.Jahrhunderts den Neuanfang wagten und mit großem Erfolg nun vorwiegend Weißweine produzieren. Drei dieser Weine brachte Mayer zur Verkostung mit. Ein Glück, dass der Baierwein wieder an die einstige Blütezeit anschließen kann und uralte, aber hartnäckig weitergesagte Urteile über den Haufen wirft.
Nun ging es, wie schon in den vergangenen Jahren, in das Weinanbaugebiet Rheinhessen, speziell in das Weingut Wetzler. 13 Weine wurden vorgestellt, perfekt aufgebaut von trockenen über feinherben bis zu den süßen. Zu jedem Wein wusste Mayer Fakten wie Traubensorten, Weinbau, Herstellung, Öchslegrade, Alkoholgehalt, Mindesthaltbarkeit und Servierempfehlungen. Mayer hatte auch Fotos der einzelnen Trauben mitgebracht, sodass sich jeder ein Bild machen konnte. Gebannt hörten die Gäste zu und verkosteten darauf umso aufmerksamer.
So illuster die Gäste waren, waren auch ihre Geschmäcker. Was dem einen zu trocken erschien, war dem anderen gerade recht und manch einer träumte schon von den nächsten Sommerabenden mit einem süffigen lieblichen Gläschen.
Natürlich gab es eine Pause mit selbstgemachten Köstlichkeiten, die eine gute Unterlage boten.
Bevor der Abend in Plaudereien endete, gab es zur „Belohnung“ noch eine Probe eines Seccos und eines Tresterbrandes.
Wir danken Thomas Mayer für den Abend, durch den er amüsant und kompetent geführt hat!  E.S.

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